Du hast Ziele, Pläne oder Visionen für 2018 und willst endlich mehr erreichen, als in der Vergangenheit? Dann solltest Du Dich erstmal von schlechten Angewohnheiten trennen, die Dich bisher am Weiterkommen gehindert haben. Diese schlechten Angewohnheiten sind nicht immer bewußt gemacht, sondern z. T. vom Kindesalter an gelernt. Doch lange wissen wir, dass dieses Gelernte nicht immer richtig ist, nur weil es uns von Anfang an so beigebracht wurde.

Die bekannten guten Vorsätze fürs Neue Jahr werden leider in den meisten Fällen schon sehr schnell wieder vergessen und man geht zum gewohnten Alltag zurück. Damit das in diesem Jahr besser funktioniert, habe ich mal 9 Dinge aufgeschrieben, die Dir dabei helfen sollen, in 2018 ein komplett neues Leben bzw. eine ganz neue Lebenserfahrung und -Qualität zu bekommen.

1. Facebook checken

Um während der Arbeitszeit produktive Leistungen abzuliefern und zu Ergebnissen zu kommen, ist es wichtig, fokussiert und konzentriert an einem Thema zu arbeiten. Soziale Netzwerke – wie z. B. Facebook oder Instagram – können da so ablenken, wie kaum etwas anderes. Ich selbst erwische mich häufig dabei, einfach nur mal ebene eine Nachricht zu beantworten oder eine Notification zu checken. Das kostet wertvolle Zeit, denn dabei bleibt es meist nicht. Dann taucht plötzlich ein interessanter Post auf oder die Nachricht entwickelt sich zu einer langen Unterhaltung.

Mach es zur Kontrolle mal und stoppe wirklich die Zeit, die Du am Tag bei Facebook verbringst. Du wirst staunen, wieviele Minuten oder Stunden da zusammenkommen. Und für was? Richtig: Für nichts! Gleiches gilt übrigens für eMails. Experten raten, eMails nur 1-2x am Tag zu checken und zu bearbeiten.

Tipp: eMail-Programm und Facebook schließen, während Du an wichtigen Dingen arbeitest. Das hilft!

2. Vergleichen mit anderen

Es gibt immer eine Person oder ein Unternehmen, der Deine Sache besser macht oder besser machen kann, als Du selbst. Oder jemand, dessen Auto, Wohnung oder Haus größer, schöner oder luxuriöser ist. Gerade bei Facebook, Instagram und Co. fällt dieser Selbstvergleich deutlich auf. Forschungen der University of California haben ergeben, dass Menschen, die sich häufig mit anderen vergleichen, unglücklicher sind. Klingt auch logisch, denn konzentriert man sich nur auf das eigene Glück, geht es einem besser. Auch Neid wird dadurch automatisch reduziert.

Ein bisschen Competition mit anderen ist gut, aber der Fokus sollte immer auf den eigenen Zielen und Werten liegen.

3. Beschwere Dich nicht

Mimimi, mimimi, miiimimimimii. Heul leuse, geh anderen nicht auf den Keks und quängel nicht rum. Unser Gehirn lernt beim „Beschweren“ schnell und lässt unseren „Hippocampus“ schrumpfen. Das ist der Bereich im Gehirn, der für Problemlösungen zuständig ist.

Wir sind schnell geneigt, uns über Probleme zu beschweren, anstatt Lösungen zu finden. Beschweren ist schließlich auch viel einfacher und populärer. Man redet lieber mit vielen anderen Menschen über etwas Negatives, als sich z. B. um die Lösung des Problems zu bemühen. Das gilt übrigens auch für Arbeitnehmer.

Beschwer Dich weniger über Deinen Chef, denk lieber nach, was Du selbst verbessern kannst.

4. Wichtige Dinge zum Schluss erledigen

Erfolgreiche Menschen haben eine wichtige Gabe: Sie erledigen wichtige Dinge zuerst. Können also ihre Prioritäten richtig setzen und einschätzen. Oft sind die wirklich wichtigen Dinge umfangreicher, anstrengender, komplizierter und vielleicht auch nerviger zu tun. Aber sie haben die höchste Priorität. Es ist extrem schwierig, sich damit zuerst zu befassen, wenn es doch noch soviele andere leichtere Dinge zu tun gibt.

Erkenne nicht nur, was an jedem Tag Deine Priorität hat, sondern auch in Deinem gesamten Leben!

5. Sich mit negativen Menschen beschäftigen

Ich weiß nicht, wie oft ich schon darüber geschrieben und gesprochen habe. Negative Menschen – nennen wir sie auch ab und zu mal „Bewohner“ – sind überall. Sie erzählen Dir jeden Tag mit einer unfassbaren Hingabe, warum irgendwelche Dinge nicht funktionieren können oder dass es schon wieder im Rücken, im Fuss oder am Auge wehtut. Ebenso erfährst Du von diesen Menschen, wie schlecht eigentlich alles ist und warum wir in einem so doofen Land leben, die Regierung falsch ist und alle erfolgreichen Menschen kriminell sind.

Eine goldene Regel besagt, dass Du die Summe der fünf Menschen wirst, mit denen Du Dich jeden Tag umgibst. Schau Dich in Deinem privaten und beruflichen Umfeld mal genauer um. Mit wem hast Du da zu tun? Was sagen die Leute zu Dir oder worüber unterhaltet Ihr Euch? Merkst Du was? Der Umgang mit diesen negativen Menschen (Bewohnern) wirkt sich sehr schnell negativ auf Dich selbst aus, denn Negativität ist ansteckend und nur sehr schlecht wieder heilbar.

Zusätzlich tut Negativität Deiner Gesundheit nicht gut. Lass los und entferne negative Menschen aus Deinem Leben, aus Deinem Umfeld. Versuche nicht, sie zu bekehren – das wird nicht funktionieren und kostet nur Mühe und Energie, die Du woanders besser brauchst.

6. An (langen) Meetings teilnehmen

Es ist liegt in der Natur eines „Meetings“, dass sie i. d. R. kein speziellen Anlass haben und länger dauern, als geplant. Das ist Zeitverschwendung, die keine Ergebnisse bringt. Wertvolle Meetings kann man von vornherein planen mit Zielen und gewünschten Ergebnissen und eben einem festen Zeitrahmen. Das geht und wirkt wahre Wunder.

In der Regel lassen sich Probleme aber auch ohne spezielles Meeting lösen. Das erspart allen viel Zeit, Nerven und kommt schneller zum Ergebnis.

7. Ja-Sager sein

Ein wirklich starkes Wort ist „NEIN“. Doch wenn man „Everybodys Darling“ sein will, sagt man möglichst nie nein. Schließlich wollen wir alle gelobt werden. Erfahrene Fragesteller können Dich damit aber auch in eine Ja-Sager-Falle locken und das schamlos ausnutzen. Das bereitet Dir dann am Ende Stress und Unzufriedenheit, weil Du eigentlich Nein sagen wolltest. Doch um anderen zu gefallen, sagst Du zu fast allem „JA und Amen“.

Es zeugt von Charakter auch mal konsequent „NEIN“ zu sagen. Das macht Dich nicht zu einem schlechteren Menschen, sondern eher zu eine starken Persönlichkeit.

8. Dinge, die Du eh nicht ändern kannst

Hast Du einen Kontrollzwang? Versuchst Du Dinge zu klären, die Du garnicht klären kannst? Wenn Du das mit ja beantworten kannst, wirst Du Dich an vielen Dingen aufhalten, die nicht in Deinem Einflussbereich stehen. Diese Eigenschaft kann aber durchaus negativ für Dich sein, denn es kostet Dich viel Zeit, Nerven und kann auch Deinen IQ negativ beeinflussen.

85% Der Dinge, über die man besorgt ist, treten nicht ein. Und wenn dann zufällig doch mal etwas davon Realität wird, geht man in fast 80% der Fällen damit anders und besser um, als eigentlich gedacht. Komisch oder?

9. Reden Reden Reden

Vorsätze und Ziele sind toll. Sie umzusetzen und zu erreichen ist besser. Es gibt aus dem Bereich der Motivation ein gutes Sprichwort von Jürgen Höller:

Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich, weil sie etwas tun. Erfolglose Menschen reden nur darüber.

Genau so ist es aber. Verzichte doch einfach mal, Deine Vorsätze fürs Neue Jahr bei Facebook zu posten und überrasche Deine Freunde einfach mal mit Ergebnissen. Du wirst Dich wundern, wie sie reagieren. To-Do-Listen sind gut, Must-To-Do-Listen sind besser. Switche auch da mal um.

Fotocredit: © Gajus / stock.adobe.com
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